TheaterSpontanös* wurde von Stella Hiesmayr (Coach und Trainerin für Selfmanagement und Performance) und Sandra Selimovic (Schauspielerin, Tänzerin, Sängerin, Regiesseurin) ins Leben gerufen und verbindet Persönlichkeitsentwicklung mit dem Medium Theater um menschliches Wachstum spielend zu gestalten. Der folgende Artikel ist eine Reflexion über die Arbeit mit Volkschulkindern.

Stella sagt: “Meine Arbeit mit Kindern hat mich schon immer zutiefst fasziniert und berührt. Ich habe gesehen wie kleine Menschen unglaublich diszipliniert und freiwillig Texte lernen, wie die gefühlte Wichtigkeit Gemeinschaft zu sein, Kinder mit sozialen Schwächen liebevoll integriert hat und wie die Neugier für unbekannte Welten, stark schlagend im kindlichen Herzen, ermöglicht, über bisherige Grenzen hinauszuwachsen.”

Auf der Bühne werden Phantasien zur Realität und das Lernwesen Mensch schöpft aus seiner Gesamtheit.

Laut einer Studie von Silvia Rotter, Gründerin der Bildungsinitiative “Schule für das Leben”, dem Kinder- und Jugendpsychiater Max Friedrich, dem Hirnforscher Manfred Spitzer und der Psychotherapeutin Brigitte Sindelar wurde eine signifikante Verbesserung bis zu 50 Prozent in den verschiedensten Bereichen festgestellt – von der erhöhten Aufmerksamkeit bis hin zum besseren Selbstwertgefühl in der Familie.  Theaterspielen hilft Kindern, ein Mensch zu werden, sagt Silvia Rotter.

TheaterSpontanös* baut auf den Grundlagen des Spielens auf und erweitert seine Übungen mit Know-How aus Coaching und Persönlichkeitsentwicklung. Die Spiele unterstützen das Talent, sich selbst zu entwickeln und somit am Entstehen des Ichs mitzuwirken. Im Schuljahr 2009/10  haben die Spontanös* Kinder ein eigenes Stück konzipiert, das im Juni aufgeführt wurde.

Die Kinder haben ihre Rolle selbst gewählt und – jetzt wird’s spannend – auch die Entwicklung ihrer Figur bestimmt. Da gab es Kinder, deren Figuren von ängstlich zu mutig, von cool zu einfach nett, von albern zu ernst heranwuchsen. In verschiedenen Spielen erkundeten sie, wie es sich anfühlt z.B. mutig zu sein; übten mutig zu handeln; lernten wie jemand der mutig ist geht und steht.

Die Botschaft, die hier sanft zwischen den Zeilen ruht, ist, “Du kannst alles sein, solange du es dir vorstellen kannst.”


Ein weiterer Schwerpunkt bei TheaterSpontanös* ist das Leben und Einüben des Lebens in einer Gemeinschaft.

Jeder in der Theatergruppe gehört dazu, die Größeren helfen den Kleineren, Menschen sind unterschiedlich, jeder spielt eine Rolle und gemeinsam entsteht Geschichte.

Die Kinder werden dazu ermutigt, mit ihren eigenen Werten innerhalb der Gruppe zu experimentieren, Probezuhandeln, Konflikte auszuhalten, Lösungen zu finden, Verantwortung zu übernehmen und Vertrauen auszubilden. Für John Dewey (Begründer der Demokratiepädagogik) ist Erziehung ein permanenter „Prozess der Erneuerung, Vertiefung und Mehrung von Erfahrungen bei der Lösung praktischer Probleme“ – des Handelns also. Nach Manfred Spitzer wird moralisches Handeln nur dadurch erlernt, indem wir es tun.

Der dritte Grundstein von TheaterSpontanös* ist Spaß. Spaß am Lernen, Spaß am Miteinander, Spaß am Erschaffen und Aufführen eines Theaterstückes . Dies gelingt am besten, wenn Scheitern genauso wie Erfolg Teil der Entwicklung und seiner Bewegung ist.

Lernen geschieht am besten, wenn es spielend passiert.


Folgender Clip ist vor allem für die Eltern der Spontanös*Kinder.

Vielen Dank*…  ohne euch wäre dies nicht möglich gewesen.

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